Erkältung

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Norden.  – Im Herbst und Winter erwischt sie wieder viele: die Erkältung. Bakterien oder Viren sind Auslöser dieser unangenehmen Infektion der Atemwege. Die Symptome sind vielseitig. Meist beginnt die Erkältung mit Kratzen im Hals, in der Regel kommen dann noch Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Schnupfen, Husten, Heiserkeit und Fieber dazu. Die Betroffenen fühlen sich oft sehr müde und abgeschlagen. Erwachsene können drei bis vier Mal pro Jahr von einer Erkältung betroffen sein, Kinder leiden mitunter acht bis zehn Mal darunter.

Häufig behandeln Erkältungsgeplagte ihre Beschwerden mit rezeptfreien Arzneimitteln. Bei einer Selbstmedikation sollten sich die Patienten fachkundigen Rat aus der Apotheke einholen. Denn der Apotheker weiß am besten, welches Präparat im Einzelfall geeignet ist. „Bei einer Erkältung sind Arzneimittel mit nur einem Wirkstoff in den meisten Fällen empfehlenswerter als Kombinationspräparate. Diese enthalten Wirkstoffe gegen mehrere Symptome, die aber nicht bei jeder Erkältung auftreten müssen“, sagt Berend Groeneveld, Inhaber der Rats-Apotheke in Norden. „Hat sich zum Beispiel ein schleimiger Husten gebildet, können Hustenstiller, die in einigen Kombinationspräparaten enthalten sind, das gewünschte Abhusten behindern. Dazu können schleimhautabschwellende Wirkstoffe, die bei Schnupfen helfen sollen, Nebenwirkungen wie Herzrasen oder Unruhe auslösen.“ Weitere Tipps, wie Erkältungen gelindert werden können, finden Sie auch ab sofort auf www.lav-nds.de.

Auch wenn eine Erkältung meist harmlos verläuft und in der Regel nach ein bis zwei Wochen ausheilt, kann ein Arztbesuch notwendig werden. „Bei Schmerzen in der Stirn und im Augenbereich, die auf eine Beteiligung der Nebenhöhlen hinweisen können, sollte der Arzt befragt werden. Gleiches gilt bei hohem Fieber über 39 Grad oder wenn Husten und andere Beschwerden länger anhalten“, empfiehlt Berend Groeneveld, Vorsitzender des Bezirks Aurich beim Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. In der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Kindern unter sechs Jahren sollte eher ein Arzt aufgesucht werden.

Tipps zur Linderung von Erkältungssymptomen

·      Viel trinken: Empfehlenswert sind Wasser und heißer Tee mit entzündungs­hemmender und reizlindernder Wirkung wie z. B. Teemischungen aus Salbei, Thymian oder Kamille, eventuell angereichert mit Honig (wirkt antibakteriell). Heiße Zitrone und warmer Holunderblütensaft sind ebenfalls gute Helfer. Ingwertee stärkt das Immunsystem. Erwachsenen wird empfohlen, etwa zwei Liter am Tag zu trinken.

·      Inhalieren: Um die Atemwege zu befreien und Husten und/ oder Schnupfen zu lindern, sollten die Betroffenen mehrmals am Tag mit Wasserdampf inhalieren. Dem Wasser können dabei auch ätherische Öle/ Kräuter zugesetzt werden. So lässt Kamille die Schleimhaut abschwellen und erleichtert das Atmen. Ebenfalls gut sind Thymian, Eukalyptusöl oder Salbei.

·      Gurgeln: Kamille- oder Salbeitee etwas länger ziehen lassen. Das Gurgeln mit Tee verringert die Zahl der Krankheitserreger auf der Mundschleimhaut, hemmt Entzündungen im Rachenbereich und wirkt desinfizierend.

·      Heiße Suppe: Schon früher ein bewährtes Hausmittel bei grippalen Infekten und es ist mittlerweile auch wissenschaftlich erwiesen, dass Suppe (insbesondere Hühnersuppe) bei Erkältung hilft. Egal ob selbstgemacht oder gekauft – die heiße Suppe stärkt die Abwehrkräfte des Körpers und wirkt schleimlösend.

·      Wärme: Wer kein Fieber hat, kann bei einem heißen Bad mit ätherischen Ölen (z. B. Eukalyptusöl, Kiefernadelöl oder Menthol) entspannen. Gleichzeitig werden die Atemwege befreit. Das Bad sollte allerdings nicht länger als zehn bis 20 Minuten dauern.

·      Ruhe: Viel Schlafen und dem Körper Ruhe gönnen. Sport und Anstrengungen sollten vermieden werden.

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