Ennepe-Ruhr-Kreis: Kreissinfonieorchester: „Alle reden vom Wetter… Wir auch“

Geigerin Emilia und Isabel Pfeil (sitzend) fiebern dem Auftakten in Hattingen und Gevelsberg ebenso entgegen wie Bernd Wolf, Thomas Alexander (Volksbank Sprockhövel Marketing), Olaf Schade, Gunnar Wirth und Peter Brand. Foto: Kreissinfonieorchester

(pen) „Alle reden vom Wetter… Wir auch“ – unter dieses Motto hat das Kreissinfonieorchester sein diesjähriges Programm gestellt. Besucher der Konzerte in Hattingen (Freitag, 9. März) und Gevelsberg (Sonntag, 11. März) dürfen gespannt sein. „Denn“, so die Macher, „man glaubt gar nicht, was sich zu diesem Thema alles in der Orchesterliteratur finden lässt. Beim Zusammenstellen des Programms hatten wir die Qual der Wahl. Zu hören sein werden Werke aus der Barockzeit, aus Klassik und Moderne sowie – schon fast traditionell – Filmmusik.“

„Der Ennepe-Ruhr-Kreis fördert das Orchester seit acht Jahren. Es bietet jungen talentierten Nachwuchskünstlern eine musikalische Heimat und Bühne“, macht Landrat Olaf Schade deutlich. Höhepunkte des Zusammenspiels der rund sechzig Musiker aus allen Städten an Ennepe und Ruhr seien alljährlich die Konzerte. Besonderheit in diesem Jahr: Neben den Auftritten im März ist am Samstag, 30. Juni, ein Beitrag zur Extraschicht geplant. Im Rahmen der langen Nacht der Industriekultur spielt das Orchester im LWL Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen auf.

Die Proben für die Auftritte mit ihrem anspruchsvollen Programm laufen seit Wochen. Die Dirigenten Gunnar Wirth, Bernd Wolf und Wolf-Dieter Schäfer sowie Konzertmeisterin Christiane Büscher haben dafür eine Vielzahl von Terminen angesetzt. Probewochenende mit Musikern der Bochumer Symphoniker inklusive.

„An erster Stelle steht dabei neben der Freude am gemeinsamen Musizieren das Ziel, sich die Orchesterwerke mit einem gewissen Anspruch zu erarbeiten und dem Publikum präsentieren zu können“, berichtet Peter Brand, Leiter der Hattinger Musikschule und einer der Väter des Orchesters.

Zusammen mit Schäfer und Wolf hatte Brand bereits 2003 eine Kooperation zwischen Musikschule und Gymnasien in Hattingen auf den Weg gebracht. Angetrieben von der Einsicht: Engagierte junge und junggebliebene Musiker haben nur eine Chance auf groß besetzte Orchestermusik, wenn die Kräfte gebündelt werden. Das Experiment war ein Erfolg. Die Jungen Hattinger Sinfoniker konnten zu ihren Frühjahrskonzerten stets ausverkaufte Konzertsäle vermelden. 2009 öffneten die Initiatoren mit Unterstützung des damaligen Landrates Dr. Arnim Brux das Orchester für Interessierte außerhalb der Hattinger Stadtgrenzen und luden zu Konzerten in weiteren kreisangehörigen Städten ein.

Die Idee, fortgeschrittenen und engagierten Musikern außerhalb ihrer Schule und Musikschule eine zusätzliche Möglichkeit zu bieten, sich und ihr Können zu präsentieren und zu verbessern, hat sich längst mehr als bewährt. „Das Kreissinfonieorchester bietet hervorragende Möglichkeiten, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Es stellt keine Konkurrenz zu den übrigen Orchestern dar. Es steht in der Mitte zwischen den Orchestern der Städte und des Landes“, zeigt sich Brand zufrieden.

Weitere Informationen über das Kreissinfonieorchester unter www.kreissinfonieorchester-en.de.

Die Konzerte im Überblick

Freitag, 9. März, 19:30 Uhr, Gesamtschule Welper, Hattingen

Sonntag, 11. März, 11 Uhr Bürgerhaus Alte Johanneskirche, Gevelsberg

Karten: 8 Euro, 5 Euro ermäßigt

Vorverkaufsstellen

Gevelsberg: Stadt Gevelsberg, Reservierung unter 02332/662691

Hattingen: Musikinstrumententruhe, Gymnasium Waldstraße, Schulzentrum Holthausen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen