„Die Jüdin von Toledo“

Der Theaterring B beschließt die Spielzeit mit einem großartigen Schauspiel

„Die Jüdin von Toledo“ PR-Foto

Rheine. Am Dienstag, 17. April wird um 19.30 Uhr das Schauspiel „Die Jüdin von Toledo“ nach dem gleichnamigen Roman von Lion Feuchtwanger vom Ensemble des Rheinischen Landestheaters aus Neuss aufgeführt. Diese Bühnenadaption ist die letzte Aufführung des Theaterrings B, die unter dem Titel „Der Mensch in moderner Grenzsituation“ steht.

Das Thema ist die Überlebensmöglichkeit des jüdischen Volkes, hier im historischen Kontext der Situation im Spanien des 12. Jahrhunderts. Bezugnehmend auf Chroniken und Volksüberlieferungen mittelalterlichen Ursprungs wird die Legende der schönen Jüdin von Toledo nacherzählt, in die sich der Herrscher von Kastilien, Alfonso VIII., einst verliebte.

Titelfigur ist Raquel, die Jüdin von Toledo, Hauptfigur ist allerdings ihr Vater Jehuda Ibn Esra. Der königliche Finanzberater gibt seine Tochter schweren Herzens dem König Alfonso VIII. als geadelte Hure preis, mit dem Ziel, den Frieden zu erhalten, insbesondere auch für sein eigenes Volk. Raquel bekommt einen Sohn, doch die Idylle währt nur kurz, denn ein Krieg lässt sich nicht mehr abwenden.

Lion Feuchtwanger, 1884 als Sohn jüdischer Eltern in München geboren, veröffentlichte diesen historischen Roman über eine leidenschaftliche, vor dem Hintergrund religiöser Konflikte aber unmöglichen Liebe 1955 unter dem Eindruck des 2. Weltkriegs.

Zu dieser Aufführung wird um 19.00 Uhr in der Stadthalle eine Einführung von Dr. Ingmar Winter angeboten.

Eintrittskarten: Kulturservice und Stadtbibliothek

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