Schwarzfahrer bedrohen Zugbegleiterinnen

Symbolfoto

Nordwestbahn Bremen – Achim |  In zwei Fällen fahndet die Bundespolizeiinspektion Bremen nach Schwarzfahrern, die Zugbegleiterinnen in Nordwestbahnen bedroht und verletzt haben.

   Am Sonntagabend (06.05.2018) fuhr ein unbekannter Mann mit einem Jugendfreizeitticket in einer Nordwestbahn von Bremen nach Achim, obwohl er augenscheinlich älter als 20 Jahre war. Als Ausweisersatz hatte er eine Krankenkassenkarte an die 53-jährige Zugbegleiterin übergeben, die er ihr plötzlich wieder aus der Hand riss. Dabei versuchte er der Zugbegleiterin auch noch den sichergestellten Fahrschein aus ihrer Brusttasche zu reißen, bis Fahrgäste der Frau zu Hilfe kamen. Bei Ankunft in Achim um 21:09 Uhr flüchtete der Mann aus dem Zug. Es soll sich um einen ca. 21-jährigen Afrikaner handeln. Es wird wegen Bedrohung, Nötigung und Erschleichens von Leistungen ermittelt.

   Am Montagmorgen war ein weiterer Schwarzfahrer in einer Nordwestbahn von Oldenburg nach Bremen unterwegs, der eine ungültige Schülermonatskarte vorzeigte. Als er bemerkte, dass die 33-jährige Zugbegleiterin die Personalien notieren wollte, riss er ihr die Karte aus der Hand und verursachte bei ihr eine schmerzhafte Verletzung eines Fingers – die Frau brach den Dienst in Bremen ab.

Ein couragierter Fahrgast half der Zugbegleiterin und versuchte den Mann festzuhalten. Trotzdem floh der unbekannte Täter um 09:39 Uhr in Bremen/Neustadt aus dem Zug. Er wurde wie folgt beschrieben: Ca. 20 Jahre alt, schwarze Haare, weißes Shirt mit Aufdruck, ca. 185 – 190 cm groß, sehr muskulös – und er trug einen schwarzen Trolley mit aufgedruckten Flammen.

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