Paracelsus-Klinik Osnabrück und Klinikum Osnabrück wollen Kräfte für bessere Patientenversorgung bündeln

 

Osnabrück, – Das Klinikum Osnabrück und die Osnabrücker Paracelsus Klinik beabsichtigen, ihre Krankenhäuser gemeinsam umzustrukturieren. Der Aufsichtsrat des Klinikums Osnabrück hat grünes Licht dafür gegeben, die Idee einer umfassenden Kooperation mit der Paracelsus Klinik Osnabrück weiterzuverfolgen und die Verhandlungen über eine Neuordnung der medizinischen Leistungen im Interesse der Patienten fortzuführen. Ziele der angestrebten einzigartigen Kooperation führender kommunaler und privater Osnabrücker Kliniken sind:

  • Patienten sollen durch mehr Spezialisierung und Kompetenzaufbau profitieren
  • Paracelsus-Klinik Osnabrück auf dem Weg zum führenden überregionalen Zentrum für Bewegungsmedizin in Nordwest-Deutschland
  • Konzentration der neurologischen und neurochirurgischen Akutmedizin soll das Profil des Klinikum OS stärken

Im Mittelpunkt der aktuellen Verhandlungen stehen die Bereiche Neurologie, Neurochirurgie, Schmerzmedizin, Orthopädie, Gelenkchirurgie und Sportmedizin. Durch Konzentration der jeweiligen Leistungen, insbesondere durch Verlagerung der Neurochirurgie soll am Klinikum Osnabrück ein interdisziplinäres Zentrum zur Behandlung akuter Erkrankungen des Nervensystems entstehen. Darüber hinaus ist beabsichtigt, die Onkologie und Urologie im städtischen Klinikum auszubauen. Zugleich soll die Paracelsus Klinik Osnabrück zur Spezialklinik für Gelenk- und Wirbelsäulenchirurgie sowie Sportmedizin werden. Ziel ist, die Teams in Medizin und Pflege aufeinander abzustimmen. Eine Umsetzung dieser Kooperation erfordert umfassende Vorarbeiten, unter anderem gesellschafts- und arbeitsrechtlicher Art. Die Umsetzung ist für 2019 geplant. Das Vorhaben steht unter den üblichen kartellrechtlichen Vorbehalten und der weiteren Beschlussfassung der Gesellschafter. Bei einem Vertragsabschluss wird sich das Klinikum mit 50% an der neuen Paracelsus-Klinik Osnabrück beteiligen – ein kommunal-privates Gemeinschaftsunternehmen auf Augenhöhe soll entstehen. Umfangreiche Investitionen in die Klinik an der Sedanstraße sind geplant.

Im Sinne der Patienten – mehr Spezialisierung und Kompetenz

Die angestrebte Zusammenarbeit schafft eine verbesserte Gesundheitsversorgung für die Menschen in Osnabrück und der Region. Expertisen werden gebündelt und Zuständigkeiten klar geregelt. Weitere Kooperationsfelder in den Bereichen Radiologie und Labor sollen folgen. Neben einer verbesserten Patientenversorgung erwarten die Kliniken auch positive Effekte auf die Wirtschaftlichkeit. Für die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet diese Verständigung auch erweiterte Entwicklungsmöglichkeiten in ihren Spezialgebieten.

 

Einbeziehung weiterer Kliniken

Parallel zu den Verhandlungen zwischen Paracelsus und dem Klinikum wurden Gespräche mit der Geschäftsführung der Niels-Stensen-Kliniken geführt, um gemeinsam die neurochirurgische Versorgung in der Region Osnabrück zu gewährleisten und somit auch die Neurochirurgie am Marienhospital durch einen Versorgungauftrag dauerhaft abzusichern. Die geplante Neuordnung der Kliniklandschaft in Osnabrück ist auch Gegenstand der aktuellen Gespräche mit dem niedersächsischen Sozialministerium. Zudem sind für Ende November 2018 Gespräche mit den Landesverbänden der gesetzlichen Krankenkassen geplant.

„Von dieser Neuordnung am Standort Osnabrück würden alle Beteiligten profitieren, aber insbesondere unsere Patienten, die bei Paracelsus im Mittelpunkt stehen. Mit dieser neuartigen Kooperation zwischen privaten und öffentlichen Kliniken werden wir diesem Anspruch in besonderer Weise gerecht“, stellt Dr. Christian Utler, medizinischer Geschäftsführer der Paracelsus Kliniken, fest. „Durch die vorgesehene Konzentration der Medizin an beiden Standorten könnte die Qualität und die Wirtschaftlichkeit steigen“, ergänzt Dr. Martin Eversmeyer, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Osnabrück.

Für Dr. Fritz Brickwedde, Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Osnabrück GmbH, ist wichtig: „Ich bin davon überzeugt, dass die geplanten Kooperationen dazu beitragen könnten, das medizinische Leistungsspektrum zugunsten der Patientenversorgung zu optimieren. Es besteht die Chance einer zukunftsorientierten Strukturanpassung in der Osnabrücker Region. Vor uns liegen noch viele Gespräche, damit die Umstrukturierungen erfolgreich umgesetzt werden können. Wenn wir den Weg der Kooperation gehen, erhalten wir nachhaltig die Arbeitsplätze am Klinikum, in der Paracelsus-Klinik Osnabrück und in der Konzernzentrale. Das ist gut für Osnabrück.“

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen