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Jens Kestner, AfD-Bundestagsabgeordneter und Mitglied imVerteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, zum bevorstehenden Besuch des malischen PräsidentenJens Kestner:„»Afghanisierung des Krieges« ist ein politischer Albtraum, der jetzt mit dem Ende des deutschen MINUSMA-Einsatzes in Mali enden
muss!“

Mali: knapp viermal so groß wie Deutschland. Seit Beginn der Blauhelm-Mission MINUSMA verloren mehr als 170 Blauhelm-Soldaten ihr Leben ineinem Kampf, der nicht zu gewinnen ist. Die Kampfgebiete in denmalischen „Killing-Fields“ gelten als gefährlichster Einsatzort weltweit. MitStand Januar 2019 sind 906 deutsche Soldaten in einem Einsatz, der,anders, als es die Kanzlerin Glauben macht, keineswegs deutschenInteressen dient. 2016 sagte Kanzlerin Merkel bei ihrem Besuch des malischen Präsidenten Ibrahim Boubacar Keita, dass „Deutschland einenBeitrag zur Stabilisierung des Landes leisten wolle“. Inzwischen hat sich die Instabilität in Mali deutlich erhöht, es gibt keinerlei erkennbaren  Fortschritt. Während im Rest Afrikas die Anschläge auf UN-Stützpunkte und Konvois zurückgehen, haben sie sich in Mali zwischen September 2017 und September 2018 verdreifacht, wie das Washingtoner „Africa Institute for Strategic Studies“ errechnet hat.

Jens Kestner vertritt eine klare Position: „In Mali tobt ein Krieg, der nicht zu gewinnen ist. Dass dort deutsche Soldaten mit dem Einsatz ihres Lebens eher französischen Interessen dienen, als auch nur annähernd eine Chance zu haben, bei der Befriedung Malis zu helfen, muss in Konsequenz bedeuten, dass der Einsatz sofort gestoppt wird! Seit 40 Jahren fließen Milliarden Dollar und Euro aus aller Welt in die Entwicklungshilfe Malis, doch de facto eskaliert dort ein Krieg, an dem unsere deutschen Soldaten nichts ändern können. Seit 1963 kämpfen Tuareg gegen die malische Regierung; es gab immer wieder unzählige Friedensabkommen und ein Großteil der Entwicklungshilfe landete Händen jener Kräfte, die kein Interesse am Frieden haben. 2015 gab es ein Friedensabkommen, welches das Papier nicht wert war, auf dem es geschrieben wurde. Wenn jetzt der malische Präsident am 08.Februar Frau Merkel besucht muss man kein Hellseher sein, um zu wissen, um was er bittet und was er auch fordern wird: weiteres Engagement im Rahmen MINUSMA und mehr Geld! Frau Merkel wird, das ist leider zu befürchten, beides zusagen, statt endlich klarzustellen, dass es einzig deutsche Interessen sein können, die den Einsatz der Bundeswehr im Ausland rechtfertigen könnten. Die ‚Afghanisierung‘ des Krieges in Mali ist ein deutscher Albtraum, aus dem Deutschland jetzt erwachen muss!“ fordert Kestner.

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