Besser von A nach B kommen:

Projekt „Reallabor Mobiles Münsterland“ testet neue Mobilitätskonzepte

Mobilitätslandkarte „Mobiles Münsterland“ zeigt Möglichkeiten in der Region

 

MÜNSTERLAND. Eltern, die für ihre Kinder auf dem Land das Taxi spielen müssen, Touristen, die ohne eigenen PKW ins Münsterland reisen und dann vor Ort nicht weiterkommen, Pendler, die jeden Morgen mit dem eigenen PKW im Stau stehen – nicht nur im Münsterland ist Mobilität ein Thema. Unter www.mobiles-muensterland.de können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger jetzt auf einer Mobilitätslandkarte informieren, was zukünftig im Münsterland in Sachen Mobilität vor sich geht und ihre Ideen beisteuern. Erklärvideos zeigen den Ist-Zustand und Pläne für die Zukunft.

Und da gibt es einige: Seit dem offiziellen Start des regionalen Projekts „Reallabor Mobiles Münsterland“ im Zuge der Münsterlandkonferenz am 5. März 2018 gibt es in der Region immer mehr gute Projektideen. Kreise, Städte und Kommunen machen sich vor dem Hintergrund von gestiegenen Pendlerzahlen, neuen Klimaschutzzielen, demographischem Wandel oder einer flexibleren Arbeitswelt auf den Weg, ihre Bürgerinnen und Bürger mobil zu machen.

Der Münsterland e.V. als Projektpartner des Reallabors fasst diese Ideen jetzt in der Landkarte Mobiles Münsterland zusammen, erklärt die Projekte, macht das Thema Mobilität im Alltag mit Erklärvideos anschaulich und liefert mögliche Lösungsansätze einer zukünftigen Mobilität. Projekt-Steckbriefe von bereits bestehenden Projekten sollen die Karte nach und nach füllen, so dass sie zukünftig alle in Frage kommenden Fortbewegungsmittel und ihre mögliche Einbindung in ein umfassendes Mobilitätskonzept aufzeigt. Bei der Erarbeitung der Landkarte Mobiles Münsterland unterstützte das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) aus Berlin.

„Die Kommunen und Städte des Münsterlands probieren als ‚Reallabor‘ verschiedene innovative Ansätze einer alternativen Fortbewegung im ländlichen Raum aus und optimieren sie“, erläutert Ute Schmidt-Vöcks vom Münsterland e.V. das Vorhaben. „Voneinander lernen, aber auch scheitern dürfen, so lautet die Devise des Reallabors. Denn was bringen die besten Angebote, wenn keiner sie nutzt?“

„Mobilität ist ein aktuelles und wichtiges gesellschaftliches Thema, denn es geht am Ende um die Frage, wie wir zukünftig leben wollen. Da muss jede Region etwas tun“, betont Gerrit Tranel vom Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM) die Notwendigkeit der Umsetzung des Reallabors Mobiles Münsterland. „Durch die Landkarte machen wir einen ersten Schritt, führen die Angebote zusammen und binden sowohl alle 66 Kommunen des Münsterlandes als auch die Bürgerinnen und Bürger ein. Jede und Jeder kann dort sehen, wo wir stehen, was es gibt und wo er sich gegebenenfalls einbringen kann.“

Erstmalig zum Einsatz kam die Mobilitätslandkarte am 29. März in der Bezirksregierung Münster beim „Markt der Regionen“. Das Projektteam rund um den Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM), Münsterland e.V. und die Energieagentur.NRW demonstrierte mit einem Info-Point und Touch-Screen-Oberfläche die Funktionen der Landkarte. Zukünftig soll der Info-Point durch die Region touren und die Mobilitätslandkarte bekannt machen.


Weitere Informationen zum Projekt

Das Konzept des regionalen Projektes „Reallabor Mobiles Münsterland“ wurde in der Münsterlandkonferenz vor gut einem Jahr von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst befürwortet und das Münsterland als geeignete Modellregion für Mobilität im ländlichen Raum bezeichnet. Ende des vergangenen Jahres bewilligte das Land NRW bereits 334.000 Euro, mit denen beim Zweckverband SPNV Münsterland eine Koordinierungsstelle eingerichtet wurde. Projektpartner des Reallabors Mobiles Münsterland sind der Münsterland e.V., das Zukunftsnetz Mobilität NRW und die EnergieAgentur.NRW.

 

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