Die spannende Geschichte der Stadt Melle: Heimatverein stellt im Kreishaus Osnabrück aus

Die spannende Geschichte der Stadt Melle steht im Mittelpunkt einer Vitrinenausstellung, die derzeit im Kreishaus Osnabrück zu sehen ist. An der Eröffnung nahmen teil (von links) Burkhard Fromme (Kulturbüro Landkreis Osnabrück), Kreisrat Matthias Selle sowie vom Heimatverein Melle der zweite Vorsitzende Jürgen Krämer und der Vorsitzende Uwe Plaß. Foto: Landkreis Osnabrück/Uwe Lewandowski

Osnabrück. Im vergangenen Jahr beging der Heimatverein Melle mit zahlreichen Aktionen sein 100-jähriges Bestehen. Einen Einblick in seine Arbeit gibt nun eine Vitrinenausstellung im Kreishaus Osnabrück. Kreisrat Matthias Selle begrüßte den Vorsitzenden Uwe Plaß und den zweiten Vorsitzenden Jürgen Krämer zur Eröffnung: „Schön, dass alle Gäste im Kreishaus die Möglichkeit erhalten, etwas über die spannende Geschichte der Stadt Melle zu erfahren“, sagte Selle. Die Exponate sind noch bis zum 28. Juni zu sehen.

Verein für Heimatkunde des Kreises Melle lautete der Name bei Gründung 1918. Maßgeblich angestoßen wurde die Gründung durch den damaligen Meller Landrat, den Meller Bürgermeister sowie den Meller Amtsgerichtsrat. Der Heimatverein Melle hat sich die Fortführung der Geschichte, das heimatliche Brauchtum und die Förderung und Erhaltung der Kulturlandschaft zu seinen maßgeblichen Aufgaben gemacht. Er ist Träger des Grönegau-Museums mit seinen vier Gebäuden, in denen die Lebens- und Arbeitswelt des Altkreises Melle in vergangener Zeit dargestellt wird. Bereits 30 Bände umfassen die vom Heimatverein Melle herausgegebenen Grönenberger Heimathefte. Jeden Monat findet eine Vortragsveranstaltung statt. Die Unterhaltung eines Archivs und einer Bibliothek, sowie das Sammeln von Leinen und Trachten gehören ebenfalls zu den ständigen Aufgaben. Der Heimatverein Melle ist darüber hinaus Träger des historischen Friedhofs in Melle.

Im Jubiläumsjahr hatte der Verein ein abwechslungsreiches Programm zusätzlich zu den regelmäßigen Veranstaltungen organisiert. Dazu gehörten etwa die Herausgabe eines Sonderstempels, die Ausrichtung des Kreisheimattages, ein Festakt oder ein Filmnachmittag mit der Vorführung historischer Filme aus dem Grönegau. „Wir freuen uns sehr, dass wir auch im neuen Jahr unsere Aktivitäten fortsetzen können – zum Beispiel mit der Vitrinenausstellung im Kreishaus“, sagte Uwe Plaß. Dies sei eine hervorragende Werbung für das Grönegau-Museum, das in Kürze in die neue Saison starte, ergänzte Jürgen Krämer. Die vier Museumsgebäude im Grönenbergpark stellten ein ganz besonderes Aushängeschild für die Stadt Melle dar, das jährlich mehrere tausend Besucher in seinen Bann ziehe.

Nach der Gebietsreform ist der Landkreis Osnabrück in die Funktion des Altkreises Melle eingetreten. Auch heute noch ist satzungsgemäß der Hauptverwaltungsbeamte des Landkreises Osnabrück – oder sein Vertreter – Mitglied im Vorstand des Vereins. Diese Position wird derzeit vom Leiter des Kulturbüros Burkhard Fromme wahrgenommen.

 

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