Im Märzen der Bauer…

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1.
Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt;
er setzt seine Felder und Wiesen instand.
Er pflüget den Boden, er egget und sät
und rührt seine Hände früh morgens und spät.

2.
Die Bäu’rin, die Mägde, sie dürfen nicht ruh’n;
sie haben im Haus und im Garten zu tun:
Sie graben und rechen und singen ein Lied;
und freu’n sich, wenn alles schön grünet und blüht.

3.
So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei,
da erntet der Bauer das duftende Heu;
er mäht das Getreide, dann drischt er es aus;
im Winter, da gibt es manch‘ fröhlichen Schmaus.


Im Märzen der Bauer ist ein Volks- und Kinderlied aus Mähren. Es wurde zuerst 1905 unter dem Namen Bauernlied veröffentlicht.
Es ist eine stark vereinfachte, idealisierte Darstellung der bäuerlichen Tätigkeiten im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Es gibt mehrere Versionen, darunter eine ältere, vierstrophige, die 1905 von Josef Pommer erstmals herausgegeben wurde, und eine heute bekanntere neuere mit drei Strophen, die eine Umdichtung Walther Hensels aus seiner Liedersammlung Das Aufrecht Fähnlein von 1923 ist. Beide tragen den Titel „Bauernlied“.[1][2] In der älteren von Pommer herausgegebenen Fassung werden in der ersten und zweiten Strophe das Begradigen des Ackers, das Pflügen, Eggen und Säen, sowie das Pflanzen und Veredeln der Bäume erwähnt.

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